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Der Digitale Nomaden Rucksack zum günstigen Preis

Der Digitale Nomaden Rucksack zum günstigen Preis

Osprey Farpoint 40l - der günstige Rucksack für Digitale Nomaden

Osprey Farpoint 40l – der günstige Rucksack für Digitale Nomaden

Was mir bei einem Rucksack bzw. Backpack wichtig ist:

  • Handgepäck
  • einigermaßen leicht
  • Laptop und Tabletfach
  • preisgünstig
  • als Tasche zu tragen

Ich war lange Zeit auf der Suche. Auf der Suche nach dem perfekten Rucksack für digitale Nomaden. Und nun habe ich ihn gefunden. Perfekt ist er sicherlich nicht, aber er hat seine Vorzüge.

Der North Face Surge II – leider etwas zu klein

Auf meiner letzten Reise war ich mit dem 32 Liter THE NORTH FACE Rucksack Surge II unterwegs, welcher mir damals – obwohl leider eine Spur zu klein – gute Dienste geleistet hat. Aber er war halt einfach einen Tick zu klein um wirklich Nomaden tauglich zu sein. Mit dem Surge II bräuchte man ein zusätzliches Daypack um komfortabel unterwegs sein zu können. Nur 2 Backpacks will und wollte ich auf gar keinen Fall. Damals habe ich es geschafft mit Kompressionsbags (Eagle Creek Gepäckordnung Pack-It Compressor), Daypack (Sea to Summit Ultra-Sil Day Pack) und Abstrichen in meiner Packliste, aber ich war trotzdem zufrieden – einigermaßen.

Freche Preise bei anderen Rucksackherstellern – der digitaler Nomade als Cash Cow

Dieses „einigermaßen“ zwang mich, einen anderen für mich passenderen Rucksack zu finden. Ich hatte die Wahl zwischen dem Osprey Farpoint 40, dem Minaal und dem Tortuga Travel Backpack. Wobei die zwei letzteren nur online aus den USA zu beziehen gewesen wären und zu für mich relativ frechen Preisen von 300$ für den Minaal und 200$ für den Tortuga. Obwohl diese beiden sicher tolle Rucksäcke für digitale Nomaden und Backpacker sind, schieden sie aufgrund der Preisgestaltung und der nicht vorhandenen Möglichkeit zum Probieren und Testen aus. Ich muss zwar zugeben, dass ich auch den Osprey online bestellte, jedoch mit der Option in gratis zurück schicken zu können. Der Osprey Rucksack ist hier die kostengünstigste Alternative für Digitale Nomaden und solche die es noch werden wollen…

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Meine Wahl – der Osprey Farpoint 40 Rucksack für Digitale Nomaden

Nach stundenlanger Recherche bestellte ich schließlich den Osprey Farpoint 40 in der Größe M/L mit 40 Liter Volumen. (Zusätzlich gibt noch eine S/M Version mit 38 Liter.)

Jedenfalls war ich die Tage vor der Ankunft des Osprey Farpoint 40 Rucksack M/L 40 Liter ziemlich aufgeregt; Schön wenn man sich über einen Rucksack so freuen kann oder!? Als er dann endlich da war, hatte ich schon vorher meine gesamte Packliste auf einen Haufen gestapelt und war mehr als bereit für einen ersten Test.

Und ich muss echt sagen: Superklasse! Alles auf meiner minimalen Packliste passt ohne Probleme hinein, und es bleibt noch genügen Platz für Schnickschnack.

Spezifikationen des Osprey Farpoint  40

Es gibt nur 2 Fächer, wobei im vorderen Laptop, Tablet und andere elektronische Geräte Platz finden und im hinteren genug Stauraum für Kleidung und Schuhe ist. Diese zwei Fächer sind hier absolut ausreichend im Vergleich dazu hatte mein alter Surge extrem viele Fächer, was oft ein Suchen zur Folge hatte…

Der Osprey Farpoint lässt sich außerdem bequem als Tasche tragen, hat zwei zusätzliche Fächer für Trinkflasche/Snacks an der Außenseite und einen Mechanismus, der die Rucksackschlaufen verschwinden lässt, was speziell im Flugzeug, Bus oder Zug sicher sehr vorteilhaft sein wird.

Das Gewicht von 1.3kg geht in Ordnung und er passt sich super an den Rücken an. Der Rucksack hat die passenden Abmessungen, um ihn als Handgepäck mitnehmen zu können, somit fällt ein lästiges Gepäck abgeben und späteres am Rollband wieder abholen weg. Auch kann so das Gepäck nicht mehr verloren gehen, ein zusätzliches Plus!

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Der Digitale Nomaden Rucksack – bis oben hin angefüllt

Fazit: Der Digitale Nomaden Rucksack meiner Wahl – der Osprey Farpoint 40

Eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die als Digitale Nomaden unterwegs sind, auf nichts verzichten wollen, keine 300$ ausgeben und trotzdem einen tollen Rucksack haben wollen.*

Das einzige Problem könnte das Laptopfach sein, welches sich vorne statt hinten befindet. Das muss ich noch im Langzeittest eruieren, werde sobald ich genaueres weiß berichten.

UPDATE Mai 2016:

Ich habe den Osprey Farpoint 40 jetzt seit einem halben Jahr im Einsatz und bin rund um zufrieden. Klar gibt es das ein oder andere Feature, dass die Hersteller besser hätten lösen können, aber im Großen und Ganzen finde ich den Rucksack sehr geeignet als Digitaler Nomaden Rucksack. Ich brauche zu dem Rucksack jedoch einen Laptop Rucksack – den Bericht über den Osprey Messenger Bag stelle ich, sobald ich fertig getestet und geschrieben habe online!

 Welchen Rucksack benutzt du? Und bist du damit zufrieden? Ich bin gespannt auf deine Kommentare!
* Der Rucksack setzt einen minimalen Lebensstil voraus, es ist natürlich nicht möglich z.B.: ein gesamtes Tauchequipment einzupacken – versteht sich eigentlichen von selbst bei einem Rucksackvolumen von 40 Litern.
Meine Erfahrungen im Meditations Retreat im Doi Suthep Kloster Chiang Mai

Meine Erfahrungen im Meditations Retreat im Doi Suthep Kloster Chiang Mai

Meditations Retreat im Doi Suthep Kloster Chiang Mai

Morgendlicher Dhamma Talk beim Retreat im Kloster Chiang Mai, Thailand

Ich hatte echt etwas Schiss im Taxi (Song Tau) quer durch Chiang Mai und rauf auf den Doi Suthep Berg, da unser vorheriger Besuch ziemlich ernüchternd war. Jahrmarktstimmung zu Füßen des Tempels. Die imposanten Treppe zu Doi Suthep Kloster Chiang Mai hinauf, überfüllt mit Touristen und Kinder der Bergvölker (Nordthailands), welche für Geld Fotos von sich machen lassen. Und oben angekommen 20 Baht Eintritt für Nicht-Thailänder.

Meine romantische Vorstellung des Chiang Mai Tempels löste sich binnen Sekunden in Luft auf und doch saßen wir im Taxi mit der Mission 6 Tage meditierend im Tempel zu verbringen.

Das einzig Positive zu diesem Zeitpunkt war die herrlich frische Luft. Wir verbrachten den März 2014 in Chiang Mai und die Luft wurde von Tag zu Tag schlechter. Man konnte die Luft quasi schon durchschneiden – auch ein Grund für uns ins Doi Suthep Kloster in Chiang Mai zu gehen.

Neue Kleider im hauseigenen Kloster-Shop

Wir wurden von einem jungen, freundlichen, sehr friedvoll wirkenden Mitarbeiter empfangen welcher uns mit der passenden Kleidung ausstattete. Ich hatte schon vorher eine weiße Hose und ein weißes Hemd gekauft, die Qualität im Tempeleigenen Shop war jedoch um vieles besser und auch etwas günstiger als unten in der Stadt.

Meditations Retreat im Doi Suthep Kloster Chiang Mai

Die Stelzenhäuser im Doi Suthep Kloster auf 1676 Meter – unsere Unterkunft

Die Unterbringung im Kloster

Jeder bekam ein kleines Zimmer zugeteilt. Jeweils 2 Häuser für die Frauen und für die Männer. Die Häuser stehen auf Betonstelzen, was eine ganz merkwürdige Optik ergibt. Die Zimmer sind schlicht, aber mit Bett und einigen Meditationskissen ausgestattet. Und es gab sogar ein Fenster für jeden – ganz im Gegenteil von so einigen Hotels in der Khao San Road…

Der Mönch

Wir (die Neuankömmlinge) werden in einen mittelgroßen Raum geführt und nehmen auf den Polstern platz. Einige Minuten des Schweigens. Ich schaue nervös auf die Anderen. Diese wiederum starren gerade nach vorne, auf den Platz unseres Meisters.

Als dieser aus dem hinteren Zimmer kommt geht die Begrüßungszeremonie los. Ich verstehe gar nichts aber es werden einige Blumen in eine Schale neben dem Mönch gelegt. Es dauert ungefähr 10 Minuten, dann werden wir vom Mönch noch über den Ablauf der kommenden Tage informiert.

Tagesablauf

Die nächsten Tage wird um 5 Uhr aufgestanden, nur 2 Mahlzeiten gegessen und um 21:00 gehts ins Bett. Reden, Lesen, Fotografieren, Schreiben und vieles mehr ist verboten.

Und so passiert es dann auch die nächsten Tage. Aufstehen ist hart, besonders da es oben auf 1676 Meter ziemlich kalt wird. Das Wetter spielt in den ersten 2 Tagen auch nicht mit und es wird zur großen Überwindung aufzustehen und am morgendlichen Dhamma Talk mitzumachen. Aber es ist Pflicht…

Das Essen ist gut, sehr gut sogar, nur der Kaffee fehlt!!

Drei verpflichtende Termine pro Tag


5:00 Beim Dhamma Talk
erzählt der Mönch was zu tun ist. Wie man meditiert, wie man die Achtsamkeit steigert und sich selbst und andere gut behandelt. Er ist eine strahlende Persönlichkeit und er erzählt auch von seinem Leben und davon dass er dieses Retreat schon lange Jahre leitet. Immer das gleiche, Tag für Tag. Und trotzdem ein sanftes Lächeln im Gesicht und diese ungeheure Ausstrahlung.

14:00 Bei dem Report
berichtet man wie es einem geht. Der Mönch gibt weitere Anweisungen für die persönliche Meditation. Ich bin jedes mal etwas aufgeregt, aber sobald der Mönch den Raum betritt werde ich ganz still und andächtig. Seine Ruhe färbt auf mich ab. So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt.

18:00 Beim Evening Chanting
werden Buddhatexte gelesen und gesungen. Der Mönch rezitiert und die Gruppe versucht dem Text zu folgen. Sehr schwierig, aber nach ein paar Abenden gehts ganz gut.

Auf sich alleine gestellt

Meditieren kann man in verschiedenen Tempeln und im eigenen Zimmer. Keine Vorschriften. Ich meditierte jeweils eine Stunde Vormittags und eine Nachmittags. Spazieren, Beobachten und Denken füllt die restliche Zeit. Es war schon seltsam. Die Gruppe lief herum wie Zombies. Selten ein lächeln, meist gesenkte Köpfe und in sich gekehrte Gesichter. Eine totale Entschleunigung, Stunde wurden zu Tagen, Tage zu Wochen…

Meditations Retreat im Doi Suthep Kloster Chiang Mai

Überall glänzendes Gold im Chiang Mai Kloster am Doi Suthep

Abends im Wat Phra That Doi Suthep

Tagsüber ist der Tempel in Chiang Mai überfüllt mit Menschenmassen, nur Abends ab 19:00, wenn alle Touris den Tempel verlassen haben entfaltet sich seine wahre Schönheit und Heiligkeit. Überall Gold welches in den Augen funkelt, eine seltsam feierliche, ruhige und entrückte Stimmung. Nur umgeben von Mönchen und anderen Meditationsschüler fühlt man sich beinahe alleine. Und dann dieser sagenhafte Blick auf die geschäftige Stadt Chiang Mai.

Diese Abende werde ich für immer in meinem Herzen tragen und ich bin sehr dankbar dies erlebt zu haben.

Eine schwierige und zugleich sinn bringende Zeit

Keine wirkliche Ablenkung und so viel Zeit mit sich alleine. Das viele sitzen im Lotussitz (oder so ähnlich ;-) ging ordentlich auf die Knie und auch der Rücken schmerzte. Nur zwei mal Essen war auch ziemlich ungewohnt. Der Magen knurrte oft unkontrolliert. Und dennoch war es eine tolle Zeit. Ich habe viel über mich selbst erfahren und eine tiefere Einsicht erlangt. Ich bin auch ruhiger geworden und stelle weniger Ansprüche.

„Meditation is bringing the mind home“ – Sogyal Rinpoche

Ich werde es wieder tun. Ich möchte den Mönch gerne wiedersehen und auch die Abendstimmung im Tempel erleben. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen!

Lesestoff

Für Zuhause

Meine Empfehlungen

  • Kleidung im Tempel kaufen
  • Warme Sachen mitnehmen
  • Taschenlampe einpacken
  • Insektenspray nicht vergessen

Vorher Anmeldung entweder direkt im Tempel oder per Email auf http://www.fivethousandyears.org/

Andere Meditations Retreats in Thailand

Warst du schon mal bei einem Retreat dabei? Kennst du andere Orte, die Meditationsretreats anbieten (Indonesien, Malaysier, Burma,…)? Ich bin gespannt auf dein Kommentar!
Minimale Packliste für Reisefotografen

Minimale Packliste für Reisefotografen

Was ein Reisefotograf umbedingt dabei haben sollte

Mein Fotoausrüstung auf Reisen

Reisefotografie und Minimalismus – ein Widerspruch?

Irgendwie schon, denn ohne Fotoausrüstung wäre ich vermutlich 5-7kg leichter. Aber: Leider habe ich hier keine Wahl, will ich gute Fotos reicht das Smartphone einfach nicht. Klar, mittlerweile ist die Qualität der kleinen Wundergeräte sehr gut, aber sie werden wohl nie an eine richtige Spiegelreflexkamera herankommen.

Ich habe auch schon mit einer Panasonic Superzoom gearbeitet (Panasonic Lumix FZ100). Diese ist klein, leicht und bietet eine großen Brennweitenbereich, nur leider war mir das Objektiv zu lichtschwach.

Kamera, Stativ und Filter

Neben einer guten Spiegelreflexkamera und lichtstarken Objektiven ist mir ein Stativ mit Kugelkopf, welches in jeder Situation stabil steht und leicht verstellbar ist, sehr wichtig. Das zusätzliche Gorillapod sorgt für einen sicheren Halt meines iPhones, das in Kombination mit Triggertrap als Fernauslöser dient. Die Pol- bzw. ND Filter benutze ich für Fotos von Meer, Flüssen oder Wasserfällen, um einen glatten geschmeidigen Effekt zu erzielen. Die Step-Up Ringe sind perfekt, um Filter mit großem Gewindedurchmesser auch auf kleine Objektive zu montieren.

Sicherheit und Datenschutz

Ich nehme 3 SD Karten zu jeweils 32GB und eine 1TB Festplatte mit, um möglichen Datenverlusten vorzubeugen. Ausserdem stecken die Karten in einem wasserdichten Gehäuse und die Festplatte wird anderswo aufbewahrt. Lasse ich meine Ausrüstung mal alleine, verpacke ich das Ganze in einem Pacsafe Stahlnetz und verschließe alle Zugänge mit Zahlenschlössern.

Triggertrap – ein unverzichtbares Tool

Für Langzeitaufnahmen, Timelapse, Startrails und vieles mehr ist Triggertrap zuständig. Dieses kleine Gerät ist echt genial. Auf der Suche nach einem Funkauslöser bin ich auf dieses Teil gestoßen. Das Smartphone wird per Kabel mit der Kamera verbunden. Die kostenlose App ermöglicht, wovon normale Funkauslöser nur träumen können. Ich bin Fan von Triggertrap seit ich es das erste Mal ausprobiert habe.

Laptop und Fotosoftware

Mein Macbook ist immer dabei. Ich schieße Fotos und entwickle sie dann mehr oder weniger sofort mit Lightroom. Diese konsequente Vorgehensweise ist sehr wichtig für mich, da ich nur so den Überblick behalten kann. Meine Einstellung zu Besitz und Dingen macht es mir zusätzlich leicht, Fotos auszusortieren und zu löschen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Was mir (noch) fehlt

GoPro Actionkamera Hero 3

Ich möchte mir auf jeden Fall eine GoPro Actionkamera mit wasserdichtem Gehäuse für Unterwasseraufnahmen und Actionshots besorgen. Das geringe Gewicht und Packmaß sind perfekt für unterwegs und die Weitwinkelaufnahmen können sich sehen lassen!

Ein Tokina 11-16mm f/2,8 Ultraweitwinkelzoom-Objektiv zusätzlich zu den anderen Objektiven wäre optimal für Landschafts- und Architekturfotografie.

Für alle Fälle dann noch eine Nikon Coolpix P7800 Digitalkamera, die man immer dabei hat und nie eine Situation verpasst.

Und hier die Auflistung meines Fotoequipments

Mit diesem minimalen Equipment für Travelfotografie reise ich. Natürlich könnte ich viel mehr einpacken, aber ich bleibe meinem minimalen Lifestyle treu und mache das Beste aus dem was ich dabei habe.

Was sagst du zu meinem minimal Reisefotografie Equipment? Was packst du ein? Ich freue mich über dein Kommentar!

Das echte Thailand kennenlernen in Prachuap Khiri Khan

Das echte Thailand kennenlernen in Prachuap Khiri Khan

Prachuap Khiri Khan Blick vom Tempelberg

Blick vom Tempel oben am Berg

Schon mal was von Prachuap Kiri Khan gehört? Vermutlich nicht. Prachuap ist sicher nicht der hippste, schrillste oder aufregendste Ort Thailands, wenn du Party willst solltest du nach Ko Phangan, Phuket oder Pattaya fahren. Wenn du aber einen Teil des „echten“ Thailand kennenlernen willst, bist du hier genau richtig!

Die Anreise nach Prachuap Khiri Khan

Mit dem Zug gelangt man von Bangkok in ca. 4,5 Stunden nach Prachuap Khiri Khan. Es verkehren auch Busse und Minibusse, welche ungefähr die selbe Zeit brauchen. Ausserdem gibt es Flüge von Bangkok nach Hua Hin. Meine bevorzugte Variante ist der Zug. Die Landschaft zieht gemächlich vorbei, ein bescheidenes Essen wird serviert und man stoppt an fast jedem kleinen Bahnhof an der Strecke.

Der erste Eindruck von Prachuap Khiri Khan

Wie viele Kleinstädte in Thailand. Laut, dreckig und viel los. Nur dass in Prachuap Khiri Khan das Leben noch langsamer schlägt als anderswo wurde schnell klar. Wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt ist der Strand – einer von insgesamt 3 die sich die Küste entlang schlängeln.

Der Hauptstrand quasi menschenleer, von einer langen Promenade gesäumt, welche zahlreiche Restaurants, Hotels und Herbergen beheimatet. Die Strasse am Strand auch kaum befahren, wie ausgestorben. Die Strände laden nicht unbedingt zum Baden ein, am ehesten der Südlichste (Ao Manao).

Spiegelberg mit toller Aussicht, Tempel und lästigen Affen

Direkt neben dem Hauptstrand befindet sich der sogenannte Spiegelberg (Khao Chong Krajok) der von unzähligen, teilweise recht aggressiven Makaken Affen bewohnt wird.

Es ist von Vorteil einen Stock mitzunehmen, seine Habseligkeiten gut zu verstauen und keinen direkten Blickkontakt mit den Affen herzustellen. Auch der Stock sollte nur im Notfall verwendet werden, da Aggression naturgemäß mit Aggression beantwortet wird – und glaub mir dass willst du nicht haben!

Was man nicht tun sollte im Umgang mit Affen

Ich habe blöderweise falsch reagiert und meine Wasserflasche in Richtung eines Affen geschwungen (nicht auf ihn geworfen oder so) und dieser reagierte mit einem Zähnefletschen. Diese Affen haben wirklich sehr lange, scharfe Zähne! Der kalte Schauer, der mich für einige Sekunden übermannte war fast schon gruselig.

Ich habe die Thais beobachtet und da für Sie die Affen heilig sind, füttern Sie diese mit Leckereien und allerhand anderen Köstlichkeiten. Das wäre das nächste Mal ein Konzept und nicht mit den Affen in Konflikt zu geraten…

Der Aufstieg auf den Rund 250 Meter hohen Berg ist mittags zwar schweißtreibender, jedoch sind um diese Tageszeit auch die Affen wegen der Hitze ziemlich träge und weniger aggressiv.

Jedenfalls führen ca. 400 Stufen auf den Berg und oben ist nicht nur ein Tempel sondern auch eine grandiose Aussicht auf das unten liegende Prachuap und die 3 Strände (Ao Noi, Ao Prachuap und Ao Manao).

Prachuap Khiri Khan - Ban Ao Noi - ein kleines Fischerdorf

Ban Ao Noi – ein kleines Fischerdorf mit Tempel

Die Straße Richtung Norden führt in das kleine Fischerdorf Ban Ao Noi wo sich der wunderschöne Tempel Wat Phra That Khoa befindet.

Eine Höhle die über ca. 300 Stufen erreichbar ist beherbergt einen liegenden Buddha und versprüht ganz eigene Energien. Ich fühlte mich dort klein und unwichtig und wurde ganz bedächtig.

Neben dem Tempel befindet sich ein Teich mit zahllosen gemästeten Fischen. Futtersäcke gibt´s im Tempel zu je 20 Baht. Ich weiß leider nicht, was es mit den Fischen auf sich hat, vielleicht weißt du es ja? Ist auf jeden Fall ziemlich schräg.

Sonst gibt´s nicht viel in Prachuap. Man braucht auf jeden Fall ein Moped oder ein Fahrrad um die Gegend zu erkunden.

Die Expats

Erwähnenswert wären die Expats, also die Ausländer die dort leben. Meist sind sie mit einer Thai verheiratet und betreiben eine Bar oder ein Restaurant.

Wir haben einige von Ihnen kennengelernt und da wir einige Tage dort verbracht haben, hatten wir das Vergnügen die Streitereien unter den Expats miterleben zu dürfen. Es war teilweise ziemlich verrückt, mit den meist älteren Herren. Sie beschimpften sich und wollten einander an den Kragen, sie lästerten über die Frau des anderen und deren vorhandene oder eben nicht vorhandene Kochkünste. Fast hätten wir eine Schlägerei miterlebt…

Merkwürdig, sehr merkwürdig. Vielleicht passiert so etwas, weil den Jungs einfach langweilig ist. Es ist ja nicht viel los. Ein paar Bars und Kneipen. Es ist heiß und oft auch schwül. Man kennt sich. Man streitet sich. Im großen und ganzen hatten wir aber eine gute Zeit mit Ihnen, fast alle waren freundlich, bemüht und gaben uns Tipps rund um Prachuap Khiri Khan.

Ein harmloser Schwatz mit der Polizei

Auf einem Spaziergang hielt ein Polizeiauto direkt neben uns, die Polizisten stiegen aus und verwickelten uns in ein Gespräch. Normalerweise nicht unbedingt ein gutes Zeichen, aber es wurden nur Komplimente verteilt und Geschichten erzählt.

Später erfuhren wir von den Expats, dass die Polizisten nicht viel zu tun haben und sich über jedes in englisch geführte Gespräch freuen, um Ihre Sprachkenntnisse verbessern zu können.

Der zweite Eindruck

Prachuap Khiri Khan ist besonders. Ich habe eine so merkwürdige Stimmung nirgends in Thailand erlebt. Man ist quasi alleine unter Thais (und einigen Expats), westliche Touristen findet man hier nur selten.
Die Welt scheint sich hier langsamer zu drehen als im Rest Thailands.

Alles läuft gemächlich ab, und ist man länger dort sieht man, dass sich vieles von Tag zu Tag wiederholt – der thailändische Läufer, die allabendliche Zusammenkunft der Expats im Strandlokal, die Thais beim Picknick mit Whiskey und Chang Bier – es erinnert etwas an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Erwähnenswertes

• Das bei Thais so beliebte Hua Hin ist ebenfalls in der Provinz Prachuap Kiri Khan angesiedelt
• Will man zum Ao Manao, dem südlichsten Strand, muss man einen Flugzeuglandeplatz des Militärs überqueren
• Die schmalste Stelle Thailands ist hier (Zur burmesischen Grenze braucht man eine halbe Stunde mit dem Moped und es gibt einen schönen Wochenendmarkt gleich nach der Grenze)
• Günstige Hotels bzw. B&B´s
• Sehr gutes und preiswertes Essen überall in der Stadt
• Fahrradverleih an der Promenade

Was sind deine Geheimtipps? Wo ist Thailand noch ursprünglich?