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Brauche ich das wirklich? 5 Strategien gegen Spontankäufe im Netz.

Brauche ich das wirklich? 5 Strategien gegen Spontankäufe im Netz.

Dieser Beitrag hat nur wenig mit Reisen zu tun. Es geht um Konsum, um das immer mehr haben Wollen und um Strategien besser damit umgehen zu lernen.

Ich lese viele andere Blogs, und das tue ich täglich. Etliche haben mit Reisen zu tun, andere mit Fotografie, wieder andere mit Workout, Training und Ernährung.

Überall finde ich nützliche Informationen und ich finde Produkte. Produkte, die man als Reisender / Fotograf / Fitnessbegeisterter unbedingt haben muss.

Ein neuer Rucksack (Minaal), gemacht für Digitale Nomaden. Ein eBook für 50 Euro. Ein neues, lichtstärkeres Objektiv für meine Spiegelreflexkamera. Neue Laufschuhe oder ein neues, verbessertes Proteingemisch.

Und das Internet macht es einem ganz einfach. Ein paar Klicks und schon ist das Produkt auf dem Weg.

Aber: Brauche ich es wirklich? Oder ist es nur ein weiteres Produkt, welches weder mein Glück und Wohlbefinden, noch meine Qualität als Fotograf oder Sportler steigert?

Bei den meisten Bestellungen liegt der Gewinn ganz klar bei dem Händler bzw. Hersteller. Ich habe wenig davon, mein Leben ist genau wie vorher, nur meine Brieftasche leidet.

Ich denke, dass es vielen von Euch auch so geht. Wir werden mit Informationen bombardiert und müssen uns entscheiden. Und oft entscheiden wir spontan. Um diese Spontanentscheidungen oder Spontankäufe besser kontrollieren zu können habe ich mir einige Strategien für den Ernstfall überlegt…

Strategien gegen Spontankäufe im Internet

1. Passwörter ändern

Als erstes ändere ich die Passwörter für Amazon, Paypal, Globetrotter und ähnliche Shops im Netz. Ich generiere lange Passwörter mit Zahlen und Sonderzeichen. Auf diese Weise muss ich erst nachsehen und mich dann mühsam einloggen. Vielleicht siegt hier die Faulheit.

2. Sollte ich, wider erwarten, doch zum Passwort greifen, stelle ich mir folgende Fragen:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Gibt es etwas Sinnvolleres? (Sparen, Flugticket, etc,…)
  • Was ändert sich in meinem Leben zum Positiven, wenn ich es bestellt habe?
  • Habe ich bereits etwas ähnliches zu hause, was ich stattdessen benutzen kann?
  • Was passiert, wenn ich es erst in einem Monat bestelle?

3. Hier knüpfe ich an die fünfte Frage an: Was passiert, wenn ich es erst in einem Monat bestelle?

Sollte ich, ohne Probleme ein Monat ohne dieses Produkt weiterleben können, notiere ich mir das Produkt auf meiner 30 Tagesliste. Nach 30 Tagen werde ich von Wunderlist erinnert und will das Produkt vermutlich gar nicht mehr.

4. Kann ich das Produkt auch unmittelbar in meiner Umgebung kaufen?

Vor Ort zu kaufen hat Vorteile, nicht nur für mich sondern auch für den Verkäufer und die Umwelt. Das Geld wird keinem multinationalen Konzern in den Rachen geschoben, sondern kommt Kleinunternehmen zu gute. Ich habe als Kunde vor Ort Beratung und Service und ohne Transport gibt´s weniger Verkehr auf unseren Strassen.

Diese 4 Strategien sollten erstmal reichen um mehr Geld in meine Reisekasse zu befördern.

Was sind deine Strategien gegen Spontankäufe? Oder kaufst du ohne Rücksicht auf Verluste?
Minimale Packliste für Reisefotografen

Minimale Packliste für Reisefotografen

Was ein Reisefotograf umbedingt dabei haben sollte

Mein Fotoausrüstung auf Reisen

Reisefotografie und Minimalismus – ein Widerspruch?

Irgendwie schon, denn ohne Fotoausrüstung wäre ich vermutlich 5-7kg leichter. Aber: Leider habe ich hier keine Wahl, will ich gute Fotos reicht das Smartphone einfach nicht. Klar, mittlerweile ist die Qualität der kleinen Wundergeräte sehr gut, aber sie werden wohl nie an eine richtige Spiegelreflexkamera herankommen.

Ich habe auch schon mit einer Panasonic Superzoom gearbeitet (Panasonic Lumix FZ100). Diese ist klein, leicht und bietet eine großen Brennweitenbereich, nur leider war mir das Objektiv zu lichtschwach.

Kamera, Stativ und Filter

Neben einer guten Spiegelreflexkamera und lichtstarken Objektiven ist mir ein Stativ mit Kugelkopf, welches in jeder Situation stabil steht und leicht verstellbar ist, sehr wichtig. Das zusätzliche Gorillapod sorgt für einen sicheren Halt meines iPhones, das in Kombination mit Triggertrap als Fernauslöser dient. Die Pol- bzw. ND Filter benutze ich für Fotos von Meer, Flüssen oder Wasserfällen, um einen glatten geschmeidigen Effekt zu erzielen. Die Step-Up Ringe sind perfekt, um Filter mit großem Gewindedurchmesser auch auf kleine Objektive zu montieren.

Sicherheit und Datenschutz

Ich nehme 3 SD Karten zu jeweils 32GB und eine 1TB Festplatte mit, um möglichen Datenverlusten vorzubeugen. Ausserdem stecken die Karten in einem wasserdichten Gehäuse und die Festplatte wird anderswo aufbewahrt. Lasse ich meine Ausrüstung mal alleine, verpacke ich das Ganze in einem Pacsafe Stahlnetz und verschließe alle Zugänge mit Zahlenschlössern.

Triggertrap – ein unverzichtbares Tool

Für Langzeitaufnahmen, Timelapse, Startrails und vieles mehr ist Triggertrap zuständig. Dieses kleine Gerät ist echt genial. Auf der Suche nach einem Funkauslöser bin ich auf dieses Teil gestoßen. Das Smartphone wird per Kabel mit der Kamera verbunden. Die kostenlose App ermöglicht, wovon normale Funkauslöser nur träumen können. Ich bin Fan von Triggertrap seit ich es das erste Mal ausprobiert habe.

Laptop und Fotosoftware

Mein Macbook ist immer dabei. Ich schieße Fotos und entwickle sie dann mehr oder weniger sofort mit Lightroom. Diese konsequente Vorgehensweise ist sehr wichtig für mich, da ich nur so den Überblick behalten kann. Meine Einstellung zu Besitz und Dingen macht es mir zusätzlich leicht, Fotos auszusortieren und zu löschen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Was mir (noch) fehlt

GoPro Actionkamera Hero 3

Ich möchte mir auf jeden Fall eine GoPro Actionkamera mit wasserdichtem Gehäuse für Unterwasseraufnahmen und Actionshots besorgen. Das geringe Gewicht und Packmaß sind perfekt für unterwegs und die Weitwinkelaufnahmen können sich sehen lassen!

Ein Tokina 11-16mm f/2,8 Ultraweitwinkelzoom-Objektiv zusätzlich zu den anderen Objektiven wäre optimal für Landschafts- und Architekturfotografie.

Für alle Fälle dann noch eine Nikon Coolpix P7800 Digitalkamera, die man immer dabei hat und nie eine Situation verpasst.

Und hier die Auflistung meines Fotoequipments

Mit diesem minimalen Equipment für Travelfotografie reise ich. Natürlich könnte ich viel mehr einpacken, aber ich bleibe meinem minimalen Lifestyle treu und mache das Beste aus dem was ich dabei habe.

Was sagst du zu meinem minimal Reisefotografie Equipment? Was packst du ein? Ich freue mich über dein Kommentar!

Warum ich die Khao San Road in Bangkok liebe

Warum ich die Khao San Road in Bangkok liebe

Khao-San-Road-Bangkok-Thailand

Ankunft in Bangkok

1.1.2010: Ich lande – zum ersten Mal – auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok, Thailand. Ich bin müde, nach 24 Stunden Anreise mit Silvesterzwischenstopp in Dubai. Ich bin überwältigt. Als ich aus der Flughafenhalle trete, schwappt mir die feuchtheiße Luft entgegen und lässt mich zusammensinken. Ich bin überfordert. Es riecht nach gutem Essen, Verkehr und Verwesung. So etwas kenne ich nicht von Europa, nicht mal in London habe ich mich so verloren gefühlt. Ich bin in einer komplett anderen Welt gelandet.

DER Backpacker Treffpunkt in Bangkok – die Khaosan Road

Ich nehme mir ein Taxi und fahre in die Khaosan Road im Stadtviertel Banglampoo (Bang Lam Phu). Im Taxi ist es eiskalt und der Fahrer scheint mit irgend jemandem um die Wette zu fahren. Ich bin froh als wir lebendig in der Khaosan Road ankommen und traue meinen Augen nicht. Die Strasse ist vollgestopft mit Touristen, Händlern, Strassenständen, Bars, Restaurants, Fast Food Läden, Shops, Massagestudios, Reisebüros und fliegenden Händlern. Permanent wird man angesprochen, ob man nicht einen Anzug, einen Klangfrosch oder was auch immer kaufen möchte. Die Händlerinnen in nordthailändischer Tracht sind besonders lästig, da man sie nur schwer wieder los wird.

[gmaps]Khao San Rd Khwaeng Talat Yot, Khet Phra Nakhon Bangkok Thailand[/gmaps]

Merkwürdigerweise gefällt es mir hier

Ich setzte mich in ein Restaurant direkt an der Strasse und trinke ein Chang, welches mir ein wohliges Gefühl beschert. Ich beobachte die vorbeiziehenden Menschenmassen. Betrunkene, Verrückte, Lärmende und Suchende, wie ich selbst einer bin.

Die Parallelstrasse zur Khao San Road – die Soi Rambuttri

Mein Hotelzimmer liegt in der Soi Rambuttri. Auch hier gibt es unzählige Bars und Geschäfte und auch hier wird man von fliegenden Händlern belagert, nur vergleichbar harmlos. Ein Drängeln auf der Strasse ist hier nicht notwendig, es gibt genug Platz für jeden. Die Atmosphäre ist um einiges entspannter. Hier gefällt es mir noch viel besser als in der Khaosan. Es ist easy mit anderen Reisenden ins Gespräch zu kommen, alle sind entspannt und gut drauf. Auch scheinen die Betrunkenen die Khaosan zu bevorzugen, was sehr angenehm ist.

Soi Rambuttri Bangkok Thailand

Ein White Russian auf der Soi Rambuttri

Warum nun liebe ich die Khao San Road?

Am Anfang war ich geschockt. So viele Touristen und Thais sieht man hier kaum. Aber mit jedem Zwischenstopp fühle ich mich mehr und mehr zuhause. Klar wohne ich nicht in der Khaosan, und ich verbringe auch die meiste Zeit in der Soi Rambuttri, dennoch liebe ich das energiegeladene Treiben und die Möglichkeit, Menschen aus aller Herren Länder kennen zu lernen.

Hotel buchen?

Ein Hotel zu buchen ist für die erste Nacht sinnvoll. Bleibt man länger sollte man sich einfach umsehen. Es finden sich zahllose Hotels und Hostels in und um die Khaosan bzw. die Soi Rambuttri, und wer hier sparen will sollte etwas abgelegener suchen.

Die teuerste, lauteste und schlimmste Nacht verbrachte ich im D&D Inn auf der Khaosan. Ein Zimmer ohne Fenster mit extralauter Klimaanlage und permanentem Lärm am Gang. Dafür war der Pool am Dach der Hammer.

Man spürt die pulsierende Energie, die einen mitschwingen lässt.

Daten & Fakten

  • Nur 400 Meter lang
  • Khaosan Road bedeutet Straße des geschälten Reises
  • Die Khaosan Road ist der Backpacker Treffpunkt in Bangkok
  • alles fing in den 80er Jahren an (wie gerne wäre ich dabei gewesen)

Was tun in der Khao San / Soi Rambuttri

Was man nicht tun sollte

  • 10 Baht Tuk Tuk Fahrt machen
  • Busticket kaufen – gibts an den jeweiligen Busterminals viel günstiger
  • Flugticket kaufen – lieber online (Air Asia, NokAir, Bangkok Air)
  • Essen im Restaurant (Garküchen sind idr. besser und günstiger)
  • Anzug kaufen (Und wenn, dann erst kurz vor dem Abflug)
  • Generell würde ich keine Kleidung kaufen, die findet man in besserer Qualität auf den Märkten

Ergänzende Literatur

 

Was hältst du von der Khao San Road? Ist es Liebe oder Hass?